Ernährung im Frühling

Gib Ihr Saures:

Im Sinne der fünf Wanglungsphasen ( Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser) zählt zu der jetzt anbrechenden Holz-Phase der saure Geschmack. Heißt das, dass wir jetzt vor allem “ Saures“ essen sollten? Ja und Nein!

Der nun bevorstehende Frühling wird in der chinesischen Philosophie dem Element Holz zugeordnet und steht für Aufbruch und Erneuerung. Die Wirkenergie des Holzes ist nach oben gerichtet und dehnt sich aus, so wie es die Pflanzen in dieser Zeit tun. Diese Eigenschaft wird eher dem scharfen Geschmack zugeordnet.

Der saure Geschmack macht genau das Gegenteil: er zieht zusammen, hält die Körpersäfte im Inneren. Er wäre dann gut einzusetzen, wenn unsere Holzenergie über das Ziel hinausschießt, also in Hektik und übertriebenem Aktivismus ausartet. In kleinen Mengen stärkt er aber die Leber ( z.B. einige Tropfen Zitronensaft über gekochtes Gemüse oder Blattsalat) und das nicht nur im Frühling.

Viele wirklich saure Sachen gibt es im Moment sowieso nicht frisch. Nur der Sauerampfer wäre hier zu nennen, mit dem sich ein Süppchen bereiten ließe. Um der Frühjahrsmüdigkeit entgegenzuwirken, sollten unsere Speisen nun eher das Yang stärken und die Zirkulation der Lebensenergie ( Qi) anregen, statt sie zu erschweren: Also Eintöpfe, Bratkartoffeln und Fleischbraten ade´.

Leicht Verdauliches ist angesagt, das weder die Leber und Gallenblase belastet noch schwer im Magen liegt. Dem lang Gebratenem sollten sie Gekochtes und Gedünstetes Vorziehen, aber auch Blattsalate in Kombination mit Gekochtem sind dem Frühling angemessen. Um aus sich heraus zu kommen, würzen sie ruhig mals etwas schärfer. Das macht die Energie durchgängig und entspricht der Aufbruchstimmung.

Hier nun ein paar praktische Empfehlungen:

Gemüse – Fischsalat:

fester Weißfisch ( z.B. Seeteufel, Barsch oder Seelachs u.s.w) würfeln und in Salzwasser leicht köcheln

Gemüse ( grüne Bohnen, Blumenkohl, Brokkolie, Möhren und Fenchel) ca.12 Min. in Salzwasser kochen

Dressing: 4EL Olivenöl, 3 EL Apfelessig, Salz, Pfeffer, Zucker

Kräuter: Estragon, Kerbel, Dill, Petersilie

zum Schluss alles zusammen in eine Salatschüssel geben und evtl. noch rohe Radieschen und rohe Champignons hinzufügen und gut durchziehen lassen.

Chicoree – Mandarinen-Salat:

– Chicoree, Mandarinen

Dressing: 3EL Sesamöl, 1-2 EL Himbeeressig, Salz und Pfeffer, 1/2 EL bittere Orangenmarmelade.

Alles miteinander vermischen und sofort verzehren!

Viel Spass beim Nachkochen!

Demnächst noch mehr Rezepte auf unserer Seite. . .

 

Foto: Torsten Harring

Copyright – die heilpraktiker kempen – Ernährung im Frühling

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